Gegen Kürzungen in der Kinder- und Jugendarbeit!

 
 
 
Gegen Kürzungen in der Kinder- und Jugendarbeit!
 
Wir setzen uns für die Interessen und Bedürfnisse junger Menschen ein und beeinflussen sowie verbessern deren Lebensrealitäten nachhaltig. Auch sind wir Ansprechpartner*innen für Schulen, Stadt- und Gemeindeverwaltungen, das Gemeinwesen, Vereine sowie andere Akteure in unserem Arbeitsgebiet. Mobile Jugendarbeit stellt sich dabei komplexen Herausforderungen und agiert flexibel. Um weiterhin so wirksam zu sein, braucht es jedoch wichtige Rahmenbedingungen.
Im kommenden Jugendhilfeausschuss am 01.02.24 soll es eine gravierende Kürzung in der mobilen Jugendarbeit im ländlichen Raum geben. Dies wird erhebliche Auswirkungen auf unsere zukünftige Arbeit haben, z. B.:
 
- Wegfall von attraktiven Angeboten für junge Menschen im ländlich Raum (Ferien- und Freizeitangebote, kulturelle Angebote)
- Weniger Beratungsangebote, Anlaufstellen und Trefforte für junge Menschen
- Weniger Unterstützung für selbstverwaltete Jugendclubs bis hin zur Schließung dieser
- Drastischer Rückgang von ehrenamtlichem Engagement und der Förderung dieser
- Rückgang der Anwesenheit von sozialpädagogischen Fachkräften vor Ort in den Kommunen und damit weniger Kontakt zu den jungen Menschen, Abbau von Jugendbeteiligung
- junge Menschen werden weniger gesehen und gehört, damit einhergend die steigende Gefahr des Rückzugs dieser und leichtere Begeisterung für extremistisches Gedankengut
- sinkende Attraktivität des ländlichen Raums und daher Abwanderung von jungen Menschen in den städtischen Raum (Verlust von zukünftigen Fachkräften im Handwerk und Dienstleistungssektor im ländlichen Raum)
- Weniger Präventionsangebote (z. B. Sucht, Medienkonsum)
- Gefahr eines steigenden Drogenmissbrauchs durch fehlende Aufklärung besonders in Grenznähe
- Abbau von Beziehungen, Verlust von Fachkräften und fehlende Attraktivität der Region für Familie
Jeder junge Mensch im Landkreis hat ein Recht auf Förderung und Entwicklung und somit Angebote der Jugendarbeit.
Hiermit appellieren wir an alle Entscheidungsträger und die Verwaltung, die durch Kürzung entstehenden Veränderungen transparent und klar mit den betroffenen Kommunen zu kommunizieren!
 
Information über das Ergebnis des Jugendhilfeausschusses am 01.02.2024
 
Im vorangegangenen Text verdeutlichten wir, welche Auswirkungen eine Kürzung der Personalkosten im Bereich der mobilen Jugendarbeit auf junge Menschen und das gesamte Gemeinwesen des Landkreises hätte.
Zum Jugendhilfeausschuss am 01.02.2024 sollte über die Maßnahmenplanung im landkreisfinanzierten Grundangebot zum Teilfachplan A - Leistungen nach §§ 11 - 14,16 SGB VIII ab 2025 abgestimmt werden. Für die, von der Verwaltung eingebrachte, Beschlussvorlage konnte keine Mehrheit gefunden werden. Auch drei Änderungsanträge mit verschiedenen Kompromisslösungen wurden abgelehnt, so dass vorerst keine Entscheidung zur Jugendhilfeplanung im Jahr 2025 vorliegt.
Zum einen ist der Ausgang des Jugendhilfeausschusses als positives Zeichen gegen Kürzungen im Bereich der mobilen Jugendarbeit zu werten: Die notwendigen fachlichen Standards, die es für mobile Jugendarbeit braucht, wurden nicht übergangen, sondern in den Fokus genommen.
Zum anderen bedeutet dies, dass wir von Pro Jugend e.V. und auch andere Träger die nach §11-14,16 SGB VIII arbeiten, zum jetzigen Zeitpunkt keine Planungssicherheit über die Förderung ab 2025 haben.
Wir von Pro Jugend e.V. können Ihnen und auch den jungen Menschen in Ihren Kommunen aktuell keine zuverlässige Aussage über die Fortführung und Ausgestaltung unserer Angebote ab 2025 geben.
Für konkrete Nachfragen wenden Sie sich bitte unbedingt an das Jugendamt des Landkreises Sächsische Schweiz-Osterzgebirge.
Wir freuen uns ebenfalls, wenn Sie in politischen Gremien und Netzwerken auf die Situation von uns und den anderen Trägern, die nach §11-14,16 SGB VIII arbeiten, aufmerksam machen.
Wir enden mit einem Satz, den wir bereits in der gemeinsamen Stellungnahme vom Jugendring SOE e.V. und uns geschrieben haben und weiterhin bekräftigen möchten: Jeder junge Mensch in unserem Landkreis hat das Recht auf Förderung und Entwicklung und somit auf Angebote der Jugendarbeit.
Für Rückfragen und einen fachlichen Austausch stehen wir gern zur Verfügung.
Ihr Team von Pro Jugend e.V.

 

Kommendes Jahr findet die 48h-Aktion vom 24.-26. Mai statt. Wir hoffen, ihr seid wieder fleißig dabei!

Anmelden könnt ihr euch HIER.

Hier findet ihr einige unserer aktuellen Projekte zu denen ihr euch noch anmelden könnt sowie die Infos zu unseren Offenen Treffs:

Osterferienangebote:
 
 
Unser regelmäßiges Angebot für Wilsdruff:
Offener Treff mit Lydia (01523 6727067) & Barbara (01525 7226510)
Ab dem 31.01. findet mittwochs in der Zeit von 12:00-14:30 Uhr in den Räumlichkeiten des Offenen Treffs die "Lernlounge" statt. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
 
 

 
 
Unser regelmäßiges Angebot für Liebstadt:
Offener Treff mit Saskia (01525 2122582) & Katharina (01727986772)
 
 
Unser regelmäßiges Angebot für Bad Gottleuba:
Offener Treff mit Saskia (01525 2122582) & Katharina (01727986772)
 
 
Unsere Angebote für Bannewitz:
 
Pro Jugend e.V.
Dr.-Friedrichs-Straße 27
01744 Dippoldiswalde

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Fax: 03504611544